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Werkstoff Holz

Holzinformationen für Schaukeln und Spieltürme

 

Welche natürlichen Eigenschaften weist der Werkstoff Holz auf?

Die Eigenschaften von Holz sind artspezifisch, können aber auch innerhalb einer Art durch die Herkunft variieren.

Holz und Astlöcher: Die Farbe und Struktur von Holz werden als natürlich und ansprechend empfunden. Als Holzfehler gelten jedoch starke Astigkeit und unregelmäßige Verfärbungen.

Holz und Sonne: Bei Rundhölzern entstehen durch die Sonneneinstrahlung Risse. Dafür verantwortlich ist u.a. die Markröhre in der Mitte des Holzes, aber auch die unregelmäßige Struktur des Holzes. Die Markröhre z.B. dehnt sich bei Wärme/Hitze aus und verursacht die charakteristischen Risse. Das Licht der Sonne schädigt das Holz oberflächlich und führt nach einiger Zeit dazu, dass es dunkelt oder vergraut. Infolge direkter Bewitterung mit Regenwasser erscheint die Holzoberfläche dann schmutzig grau. Bleibt die Einwirkung von Regenwasser aus, erscheint das Holz silbrig-weiß. Dieser Eigenschaft kann durch handelsüblichen Lasuren entgegen gewirkt werden.

Holz und Schädlinge: Da Holz ein natürlicher Werkstoff (biologisch abbaubar) ist, kann es sehr leicht von Schädlingen (Insekten, Pilze etc.) befallen werden. So können z.B. Pilze ab einer Holzfeuchte von 20-25 Prozent das Holz nachhaltig schädigen. Da es sich bei den von uns verarbeiteten Nadelhölzern nicht um resistente Kernhölzer – wie z.B. die Robinie – handelt, wird das Holz das wir verarbeiten Kesseldruckimprägniert.

Holz und Harz / Salzausblühungen: Nadelhölzer wie die Kiefer, Fichte oder Lärche zählen zu den harzhaltigen Hölzern. Bei diesen Holzarten ist es vollkommen normal, dass auch nach der Verarbeitung noch Harze austreten. Der angesprochene Harzaustritt findet hauptsächlich im ersten Jahr statt, danach nur noch in geringerem Umfang. Das austretende Harz wird durch die Witterungseinflüsse relativ schnell spröde und fällt von alleine ab. Bei kesseldruckimprägnierten Hölzern treten vereinzelt oberflächliche, grünliche Verfärbungen auf. Es handelt sich hierbei um austretendes Harz, das von den Kupfersalzen des Imprägniermittels weißlich bis grün verfärbt wird. Auch diese Flecken wittern nach kurzer Zeit ab.

 

Das Holz von meinem Spielgerät hat Risse bekommen – Ist das normal?

Ja, die Rissbildung ist vollkommen normal. Holz ist ein natürliches Material, welches vielen äußeren Einflüssen unterliegt. Ab dem Zeitpunkt des Einschlages unterliegt das Holz ständigen Schwankungen hinsichtlich seiner Materialkennwerte. Die Hauptproblematik liegt hier in Feuchtigkeitsschwankungen, die das Holz hinsichtlich seiner Volumenausdehnung beeinflussen. Bei Feuchtigkeitsaufnahme quillt das Holz, bei Feuchtigkeitsabnahme schwindet es. Diese Volumenänderungen laufen gleichzeitig und dreidimensional ab, aber mit unterschiedlicher Intensität. Holz arbeitet in Richtung der Jahresringe am stärksten mit ca. 10% und mit ca. 5% vom Kern nach außen. Die Längenänderung in Faserrichtung beträgt ca. 2%. Folge ist ein Auftreten von Rissen im Holz. Leider lässt sich dieser Effekt auch durch unsere sorgfältige Rohholzauswahl nicht verhindern.


Wie entstehen die Trockenrisse?

Die Holzfeuchte ist ständig bestrebt, sich der Umgebungsfeuchte anzunähern. Ist die Umgebungsfeuchte gering (z.B. im Sommer), sinkt die Holzfeuchte so lange, bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Den dadurch entstehenden Raumverlust versucht das Holz durch schwinden auszugleichen. Der Holzschwund verläuft in der Länge wenig, in der Dicke doppelt und im tangentialen Umfang vierfach. Aufgrund dieser unterschiedlichen Schwundmaße werden im Holz unterschiedliche Spannungszonen erzeugt. Bei starker Feuchtigkeitsabnahme übersteigen diese Spannungen die Materialfestigkeit. Es kommt zur Rissbildung.

 

Werden die Funktionseigenschaften von Holz durch die Rissbildung negativ beeinflusst?

Die durch Temperaturschwankungen und Trocknungseinflüsse entstehenden Rissbildungen und Form- bzw. Maßveränderungen beeinflussen die Funktionseigenschaften des Holzes kaum. Von daher sind Trockenrisse nach DIN-Norm 4074 grundsätzlich zulässig. Länge, Tiefe und Breite dieser Risse unterliegen keinerlei Beschränkungen. Leichte Krümmungen und Verdrehen sind ebenfalls zulässig und unbedenklich.

 

Auf den Balken von meinem Spielgerät bilden sich grün/weiße Flecken – Was ist das?

Es handelt sich hierbei um Harzaustritte und Salzausblühungen. Nachträgliche Harzaustritte sind bei Nadelhölzern vollkommen normal. Bei harzhaltigen Hölzern wie Lärche, Kiefer, Fichte und Douglasie können in der ersten Zeit vermehrt Harze austreten. Dieser Harzaustritt findet hauptsächlich im ersten Jahr statt, danach nur noch in geringem Umfang. Das austretende Harz wird durch die Witterungseinflüsse relativ schnell spröde und fällt von alleine ab. Bei kesseldruckimprägnierten Hölzern treten vereinzelt oberflächliche, grünliche Verfärbungen auf. Es handelt sich hierbei um austretendes Harz, das von den Kupfersalzen des Imprägniermittels weißlich bis grün verfärbt wird. Auch diese Flecken wittern nach kurzer Zeit ab.

 

Ich habe etwas über Bläue und Schimmel gehört – Können Sie mir erklären was das ist?

In der warmen Jahreszeit ist eine zum Teil recht intensive, meist in Streifen verlaufende Blaufärbung des Holzes möglich. Dieses wird durch den Bläuepilz verursacht, der allerdings weder schädlich noch holzstörend ist. Auch die Festigkeit des Holzes wir nicht beeinflusst. Kesseldruckimprägnierte Hölzer, die nach Fertigstellung verfahrensbedingt eine sehr hohe Feuchte aufweisen, neigen in den Lagerpaketen zu Stockflecken und Schimmelbefall. Diese können aber nicht ins Holz eindringen und wirken ebenfalls nicht holzstörend. Störende Flecken können mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.